Lohnt sich die AMEX Platinum für Hobby-Reisende?

Mein Erfahrungsbericht zur AMEX Platinum für Hobby-Reisende

Wem ist sie als Hobby-Reisender oder Vielreisender nicht schon begegnet? Die American Express (Amex) Platinum Kreditkarte mit all ihren Benefits. Sie lockt beim Abschluss mit vielen Rewards-Punkten, mit Zugang zu Flughafen Lounges und vielem mehr. Doch dem Gegenüber stehen auch hohe jährliche Kosten. Ich habe mir das Angebot einmal genauer angeschaut und wir (Denis und ich) haben uns dazu entschieden zu Zweit die Karte zu holen und auf Herz und Nieren zu testen. Wir wollen hinterher ein Fazit ziehen, ob sich die Karte für uns lohnt oder nicht und hier unsere Erfahrungen teilen. 

~ Dieser Beitrag wird laufend aktualisiert ~

Hinweis: Dieser Beitrag steht in keinster Weise in Zusammenhang mit American Express. Ich schreibe in diesem Beitrag über meine subjektive Erfahrung, Wahrnehmung und Meinung. Bitte behalte das im Hinterkopf, wenn du diesen Artikel liest. 

Was ist die Amex Platinum?

Die American Express Platinum ist eine Kreditkarte, die besonders unter Vielreisenden auf Grund der vielen Benefits und Vorteile äußerst beliebt ist. Beim bezahlen mit der Karte sammelt man sogenannte Membership Rewards® Punkte, die man dann in Flugmeilen bei den unterschiedlichsten Airlines transferieren kann. 

Was umfasst die Amex Platinum?

Zu den Vorteilen zählen unteranderem: 
  • 200 € Reiseguthaben jährlich
  • 200 € Sixt Ride Guthaben jährlich
  • Zugang zu über 1.200 Flughafenlounges weltweit 
  • Status Upgrades bei Mietwagen-, Hotel- und Airlinepartner (z.B. Hilton Honors, Radisson Rewards, Avis, Sixt,…)
  • Umfassendes Versicherungspaket (z.B. Reiserücktrittversicherung, Auslandsreise-Krankenversicherung, Reiseprivat-Haftpflichtversicherung, uvm.)
  • sowie viele weitere…
Alle Details findet ihr direkt bei AMEX

Wo ist der Haken?

Für den Abschluss erhält man regelmäßig viele Rewards-Punkte. Zum Teil bis zu 80.000 Rewards Punkte was in Meilen umgerechnet bereits zwei Business-Class Ticktes entspricht. Um diese gutgeschrieben zu bekommen, muss in den ersten 6 Monaten allerdings ein Umsatz von 6.000 € mit der Karte generiert werden.

 

Außerdem ist es Fakt, dass die Kreditkarte mit einer Jahresgebühr von 660,- € alles andere als günstig ist. Die Gebühr kann auch monatlich, 55 Euro, bezahlt werden. 

Wieso haben wir uns dazu entschieden?

Zunächst einmal war da natürlich die Neugier. Überall haben wir Werbung gesehen, wie man am besten Punkte/Meilen sammelt und wie man diese am besten in Business Class Flüge umsetzt. Wir sind und waren davon überzeugt, dass es irgendwo bestimmt einen Haken geben muss und zeitgleich wollten wir die Benefits der Karte auch selbst testen. Aus diesem Grund haben wir uns umfangreich informiert und auf ein gutes Angebot gewartet. Als es dann schließlich 75.000 Rewards Punkte für den Abschluss gab, haben wir zugeschlagen, denn das entspricht bereits zwei Business-Class-Flügen mit Quatar oder Emirates. 

Unsere alles entscheidende und zentrale Frage ist und war: Wie wir in den ersten 6 Monaten, 6.000 € Umsatz generieren können, ohne zusätzliche (nicht sowieso geplante) Ausgaben zu tätigen, um die Punkte gutgeschrieben zu bekommen. 

Wie erreicht man den Mindestumsatz?

Hierüber sollte man sich vorab umfangreich Gedanken machen, wenn man die Punkte gutgeschrieben bekommen will. Denn zusätzlich teure Einkäufe zu tätigen, nur um den Mindestumsatz zu erreichen ist definitiv nicht der optimale Weg und macht für uns keinen Sinn. Neben der hohen Kreditkartengebühr kommen so sonst noch weitere, zusätzliche Ausgaben hinzu. Abgeschlossen haben wir deshalb zu einem Zeitpunkt zudem wir wussten, dass bei unseren Eltern auf Grund einer Renovierung hohe Ausgaben aufkommen würden, die sie über unsere AMEX tätigen werden. Das war für uns ein wichtiges Entscheidungskriterium. Zusätzlich haben wir unsere tägliche Ausgaben umgestellt und über die Kreditkarte getätigt. 

Unsere Ausgaben

Die Kreditkarte haben wir uns im Dezember 2021 geholt. So konnten wir bereits sämtliche Ausgaben für Weihnachtsgeschenke über die Karte laufen lassen. Direkt zu Beginn haben wir auch unsere monatlichen Ausgaben umgestellt und Supermarkteinkäufe nur noch mit der AMEX getätigt. Aber auch Freizeitaktivitäten, Amazon Prime, Online Shopping, Restaurantbesuche etc. haben wir wo nur möglich mit der Karte bezahlt und so summieren sich kleine Beträge schnell auf. In den ersten drei Monaten, kamen wir damit bereits auf circa 1.300 €.

Außerdem stand unsere erste Reise bereits im Januar/Februar an, für die wir noch Hotels und den Mietwagen über die Kreditkarte gebucht haben. Aber nicht nur für uns, auch für unsere Familie haben wir einen Urlaub über die AMEX gebucht und bezahlt. Damit haben wir in den ersten 3 Monaten bereits für Reisen (Hotels, Mietwagen, Flüge) in Summe circa 1.400 € an Ausgaben generiert. 

Hinzu kamen noch einige „außergewöhnliche“ Ausgaben und Investitionen. So konnten wir neu angeschaffte Möbel und Renovierungskosten unserer Eltern mit der Kreditkarte übernehmen, womit wir auf einen Schlag einen Umsatz von guten 2.500 € generieren konnten. Zudem stand schon länger eine neue Büroausstattung auf meiner Investitionsliste, das heißt ein neuer Schreibtisch etc. wurde natürlich auch über die Kreditkarte bezahlt. Das bedeutete weitere 3.000 € die über die AMEX bezahlt wurden.

Umsatzziel erreicht in nur 3 Monaten

Bereits nach den ersten drei Monaten haben wir unser Umsatzziel von 6.000 € erreicht. Realistisch umsetzbar war das für uns nur, da wir vorab bereits größere Ausgaben der Familie kannten und wussten, dass wir diese mit der AMEX übernehmen können. Auch bereits geplante Anschaffungen unsererseits haben wir zuvor aufgeschoben und gewartet bis wir die Karte hatten. Andernfalls wäre uns der Umsatz glaube ich nicht ganz so leicht gefallen ehrlicherweise. 

Die Nutzung der Vorteile

Stand April 2022:

Aktuell konnten wir die Vorteile vorallem auf unserer ersten Reise nutzen und haben dabei insbesondere die Flughafen Lounges genutzt. Und was sollen wir sagen: Wir waren größtenteils begeistert. Denn lange Wartezeiten ließen sich bequem überbrücken und der Vorteil von kostenfreien Speisen und Getränken am Flughafen war natürlich großartig. Ein wirklich tolles nice-to-have. 

Die Versicherungen mussten wir zum Glück nicht in Anspruch nehmen während oder nach unserer Reise. 

Fazit

Wir sammeln weiterhin fleißig unsere Meilen und waren natürlich begeistert wie durch unsere Vorplanung wir schnell den Mindestumsatz erreicht haben. Auch die Nutzung der Flughafen Lounges und des Sixt-Ride Guthaben haben wir in Anspruch genommen und konnten wir gut nutzen. Natürlich freuen wir uns besonders auf den Tag, wenn wir hoffentlich in der First Class oder Business Class sitzen und unsere Meilen einlösen. 

Dennoch sollte man vorab gut planen und sich überlegen wie man den Mindestumsatz erreichen kann, ansonsten geht die Rechnung unter Umständen nicht auf. 

Hi, ich bin Nadja! Trotz Vollzeitjob bin ich viel in der Welt unterwegs und habe inzwischen über 35 Länder bereist.  Viele meiner großen Ziele konnte ich dabei von meiner „Bucket-List“ bereits abhaken. 

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