Indonesien

Java - kulturelles Zentrum und Vulkaninsel

Kulturschätze, grüne Reisfelder und aktive Vulkane

Die Insel Java ist eine der größten Inseln Indonesiens und die mit den meisten Einwohnern. Gleichzeitig gilt Java als das kulturelle Zentrum Indonesiens und als DIE Insel der aktiven Vulkane. 10 Tage waren wir auf der Insel Java unterwegs und haben auf unserer Reise sowohl die Hauptstadt Jakarta kennengelernt, sind in die Kultur in Yogyakarta eingetaucht und haben traumhafte Natur gesehen und die beiden aktiven Vulkane Bromo und Ijen bestiegen. 

In folgendem Beitrag findest du alle Informationen zu unserer Rundreise auf Java, sowie alle Reisetipps und Highlights, die du auf keinen Fall verpassen solltest. 

Unsere Route auf Java

Auf der indonesischen Insel Java waren wir insgesamt 10 Tage unterwegs. Ausgangspunkt unserer Reiseroute war die Hauptstadt Jakarta.  

 

1. Jakarta

2. Yogyakarta
3. Probollingo
4. Banyuwangi

Unsere Reise-Highlights auf Java

1. Jakarta

Ausgangspunkt war die indonesischen Hauptstadt Jakarta auf Java – aber mehr aus praktischen und Flugpreisgründen als der Schönheit der Stadt halber. Da wir Zeit hatten, haben wir uns dennoch einen Tag die Stadt angeschaut, was komplett ausreichend war. Wenn du hier einen Tag bist, dann schau dir unbedingt die Moschee, die Kathedrale und anschließend das Nationalmuseum an, um mehr über die Kultur & Geschichte des Landes zu erfahren. 

Von Jakarta aus sind wir mit dem Zug weiter nach Yogyakarta – und was auf dieser Zugfahrt war von schockierend bis wunderschön alles dabei. Direkt an der Stadtgrenze von Jakarta haben wir einen Einblick erhalten auf die herrschende Armut, dem gigantischen Müllproblem zwischen dem die Menschen leben und Dimensionen die wir uns schwer vorstellen können. Die Folgen und Krankheiten können wir nur erahnen. ABER wir sind auch durch wunderschöne Landschaften gefahren, vorbei an Bergen und Reisfeldern die schöner nicht hätten sein können. 

Jakarta Indonesien | Indonesien Rundreise Java: Reisebericht, Reisetipps, Routen, Highlights

2. Yogyakarta - Die Kulturhauptstadt

Unser Eindruck, nachdem wir 8h Zugfahrt quer über Java hinter uns haben ist: Das sieht gut & könnte uns sehr gut gefallen. Auf den zweiten Eindruck bestätigt sich das auch. Wie könnte man Yogyakarta am besten beschreiben? Häufig wird sie die Kulturhauptstadt genannt und die Seele Indonesiens die man in Jakarta vergeblich sucht. Und ein Stück weit stimmt das auch. Hier ist ordentlich was los, es gibt viele versteckte Gassen, jede Menge Märkte, Bars etc. Aber ein anderer großer Teil der dazu beiträgt, dass wir uns hier so wohl fühlen sind die Menschen vor Ort, insbesondere in unserem Homestay. Von der ersten Sekunde an haben sie uns Infos und Tipps gegeben, was wir wann machen könnten, haben uns einen Roller binnen 1h organisiert und uns viele nützliche Tipps gegeben.

Yogyakarta Indonesien | Indonesien Rundreise Java: Reisebericht, Reisetipps, Routen, Highlights
Der Markt in Yogyakarta

Die Highlights von Yogyakarta sind die beiden Tempel Prambanan und Borobudur, für welche man ein Kombi-Ticket kaufen kann. Ganz günstig sind die Eintritte aber leider nicht. Aber dennoch natürlich ein absolutes Highlight und das ‚Must See‘ überhaupt. 

Wir haben zum Sonnenuntergang den Prambanan Tempel angeschaut. Am nächsten Morgen ging es zunächst zum Aussichtspunkt Punthuk Setumbu für den Sonnenaufgang und im Anschluss weiter zum Borobudur Tempel. Der Borobudur Tempel öffnet bereits um 6 Uhr seine Pforten, wir waren nach dem Sonnenaufgang gegen 07.30 Uhr dort und haben uns dann in aller Ruhe die Tempelanlage angeschaut. 

So wie wir es gemacht haben, können wir es dir nur empfehlen. 

Eintrittspreise:

Einzelticket pro Tempel: ca. 25 US $

Kombiticket für beide Tempel: ca. 45 US $ 

Je nach dem wie viel Zeit du hast können wir dir auch einen Besuch des Wasserschlosses Taman Sari inmitten von Yogyakarta ans Herz legen sowie den Sultanspalast. Der Besuch dieser beiden Sehenswürdigkeiten kannst du optimal miteinander verbinden, da sie nur wenige Geh-Minuten voneinander entfernt liegen. 

Restaurant Tipp:

  • ViaVia Jogja
  • Art Kitchen
  • Waroeng SS Plengkung Gading – super für alle die sehr gerne scharf essen! 

–> in der Jl. Prawirotaman gibt es unzählige Restaurants und Bars. Hier findet jeder etwas. 

3. Mount Bromo

Wie kleine Kinder freuten wir uns darauf den Bromo live und in Farbe sehen zu können. Ein Vulkan, ganz aus der Nähe – wie aufregend! Der ‚Weg‘ dorthin war aber doch etwas schwieriger als gedacht denn unser ursprünglicher Plan auf eigene Faust den Vulkan zu erkunden und eine Unterkunft am Fuße des Vulkans zu finden ging ordentlich nach hinten los. Denn es war alles ausgebucht und das was es noch gab sah miserabel aus und war dafür komplett überteuert. Es war deprimierend – aber am Ende haben wir in einem Homestay in Probolinggo übernachtet und sind bei einer organisierten Tour des Homestays mit.  Und wir hatten Glück im Unglück, ein anderes Pärchen macht am nächsten Tag auch die Tour mit, will auch unbedingt vor Sonnenaufgang auf den sogenannten King Kong Hill wandern, wie wir. Jackpot! Also fix Tour gebucht für den nächsten Tag, Hinweis dazu, dass wir mit den beiden in ein Auto wollen, Proviant besorgt und fix ins Bett.

2:00 Uhr - noch 30 Min bis zur Abfahrt

Kurz frisch machen, alle warme Klamotten anziehen die wir dabei haben und los. Nach 1 Stunde Fahrt sind wir da, unser Fahrer schmeißt uns aus dem Auto und los ging es zu Fuß zum Aussichtspunkt für den Sonnenaufgang. Aussichtspunkte gibt es jede Menge, aber wir wollen ganz hoch! Sehr euphorisch und mit ordentlich Tempo haben wir eine Touristengruppe nach der anderen überholt und sind den Berg hochgetigert. ABER: wir haben uns etwas überschätzt und schnell mussten auch wir langsamer machen und haben es aber dennoch bis ganz hoch geschafft. Allerdings war es doch kälter als erwartet, vor allem der Wind pfeift ordentlich. Gut, dass wir eine Punktlandung geschafft haben und es bereits zu dämmern anfängt als wir oben ankommen. Tja und der Sonnenaufgang hat dann auch direkt für alles entschädigt. Es war traumhaft. 

Vulkan Bromo | Reiseblog | Reisebericht Java Indonesien: Reisetipps, Highlights
Vulkan Bromo | Reiseblog | Reisebericht Java Indonesien: Reisetipps, Highlights

Im Anschluss ging es mit dem Auto weiter Richtung Vulkan Bromo. Bei Sonnenaufgang haben wir ihn schon aus der Ferne gesehen, jetzt wollen wir ihn aus der Nähe erkunden. Schnell durch eine mondähnliche Landschaft mit dem Jeep und schon sind wir am Fuße des Bromos. Zum Kraterrand geht es zu Fuß weiter. Oben angekommen, wird die Angelegenheit dann auch plötzlich beeindruckend. Der Weg ist schmal, die Sicherung ist so la la bis nicht vorhanden und auf der einen Seite geht‘s direkt in den Krater. Ein wenig weiter weg von den Menschenmassen, dort wo es keine Sicherung mehr gibt und es ruhiger wird, kann man plötzlich den Vulkan unter sich rumoren hören, dazu den Dampf sehen den er ausspuckt… Beeindruckend! Respekt haben wir alle Male, denn hier haben wir es mit Naturgewalten zu tun, die wir nur erahnen können. 

Vulkan Bromo | Reiseblog | Reisebericht Java Indonesien: Reisetipps, Highlights

Danach ging es erstmal zurück, Duschen, Frühstücken und Schlafen. Denn die kurze Nacht steckt uns noch ganz schön in den Knochen und der Vulkansand in allen Klamottenschichten und Schuhen.

 

Am nächsten Tag ging es dann auch direkt weiter, diesmal komplett an die Ostküste von Java, denn es wartet der nächste Vulkan. 

4. Gunung Ijen - Banyuwangi

Wir haben noch nicht genug von Vulkanen! Dieses Mal wartet der Ijen auf uns. Berühmt für seinen extrem säurehaltigen Schwefelsee, die Schwefelmine im Krater und für die berühmten blauen Flammen, die bei Nacht entstehen, wenn die Gase mit Sauerstoff reagieren.

Diesmal war die Nacht noch kürzer. Mit dem Roller war es von unserer Unterkunft ca. 1 Stunde fahrt und den Aufstieg haben wir mit 2 Stunden Wanderung kalkuliert plus 45 Minuten hinab in den Krater. Zum Sonnenaufgang um 5:15 wollen wir ja wieder am Kraterrand stehen…

Naja, die Zeitrechnung war sehr optimistisch. Keine Ahnung, woran es lag. Jedenfalls ging es zwar gut steil nach oben, aber bereits nach 1 Stunde haben wir den Kraterrand erreicht. Nun kam der Teil, bei dem wir uns zunächst nicht sicher waren, ob wir es ohne Guide tatsächlich schaffen, den Abstieg in den Krater zur Mine. Aber wir sind ja nicht zum Spaß hier und wollen auch die berühmten blauen Flammen sehen und die Gasmasken haben wir ja auch nicht zum Spaß gemietet. Letztendlich war es auch halb so wild, denn es gab genau einen Weg in den Krater und den sind gefühlt 100 Leute vor uns her gelaufen und 100 hinter uns. Wir konnten uns also nicht verlaufen und mussten nur der Masse folgen. 

 

Umso tiefer wir kamen umso mehr kam uns der beißende Schwefelgeruch entgegen und wir mussten uns regemäßig aus den Dampfwolken drehen und unsere Gasmasken aufsetzten. Und ich sag euch: es war kein Spaß. Unten in der Schwefelmine angekommen hatten wir ganz schön zu kämpfen. Hinschauen und blaue Flammen suchen, wegdrehen, mit brennenden Augen kämpfen, versuchen Luft zu bekommen. Und dann war der Moment da, der Wind blies die Dämpfe in die andere Richtung, die Mine war klar erkennbar, das ‚blaue Feuer‘ auch und gerade wollt ich die Kamera zücken um das Spektakel festzuhalten, dreht sich der Wind. Das Atmen trotz Gasmaske war plötzlich fast unmöglich, gesehen hab ich nichts, weil ich mir die Augen zuhalten musste. Und das war der Moment in dem wir beschlossen haben, die Mine und den Krater zu verlassen. 

 

Aber es war auch der Moment, in dem uns bewusst wurde, was für einen harten Job die Minenarbeiter dort täglich machen, die den Schwefel abbauen, mittendrin stehen und das meist ohne Gasmaske und nur mit einem Tuch vor dem Mund. Danach ging es für uns und einige Minenarbeiter wieder hoch zum Kraterrand. Für uns relativ unkompliziert, ca. 200 Höhenmeter wieder hochkraxeln, für die Minenarbeiter der nächste extrem harte Teil ihrer Arbeit. Nämlich Körbe mit ca. 70 kg Schwefeln genau dort nach oben zu befördern und das bei einem eigenen Körpergewicht von meist nur ca. 50 kg. Keine Ahnung, wie sie das schaffen…aber unseren Respekt haben sie absolut!

 

Weiter ging es am Kraterrand bis zum Aussichtspunkt für den Sonnenaufgang. Tja blöd nur, dass wir so schnell waren. Denn es ging noch 45 Minuten bis zur Dämmerung und es war extrem kalt! Aber auch diesmal hat sich das Warten und das Frieren gelohnt. Wir wurden mit einem atemberaubenden Sonnenaufgang und einer beeindrucken Aussicht auf den Kratersee belohnt. Und das schöne: wir können so lange bleiben und genießen wie wir wollen.

Ganz gemütlich haben wir uns dann an den Abstieg gemacht. Und mit jedem Schritt Richtung Tal wurde die Sonne stärker und uns wärmer J

Danach hieß es wieder eine Stunde mit dem Roller zurückdüsen. Frühstücken, es war 9 Uhr bei unserer Rückkehr und danach Duschen und ins Bett, Schlaf nachholen.

 

Nachmittags sind wir mit unserm Roller noch etwas durch die Gegend gedüst und haben unsere Sachen gepackt. Denn am nächsten Tag ging es weiter nach Bali. 

Unterkunft Tipps Java

Reiseblog | Reisebericht Java Indonesien: Reisetipps, Highlights
Nextdoor Homestay, Yogyakarta
Nadja und Denis von mybackpacktrip | Reiseblog, Reisetipps, Routen, Inspiration
Autorin: Nadja

Ich bin Nadja und freue mich sehr, dass du dich für meine Reiseabenteuer interessierst. Mit an meiner Seite und auf dieser Reise dabei war meine bessere Hälfte Denis. Mit meinen Reiseberichten und meinen Erlebnissen möchten ich Dich auf diesem Blog inspirieren, Reisetipps geben und Ratschläge zur Reiseplanung geben.

Schreibe einen Kommentar